Roland Schimmelpfennig

Das schwarze Wasser

Eine Einführung findet am 19. Juni eine halbe Stunde vor Beginn statt.

Weitere Vorstellungstermine sind in der Regel in Planung.

Die Utopie einer Sommernacht am schwarzen Wasser. Eine Gruppe junger Menschen klettert nachts heimlich über den Zaun des Freibads. Frank und Olli, Cynthia und die anderen treffen auf Murat und Karim und Leyla und Aishe. Wer war zuerst hier? Aber anstatt aufeinander loszugehen, nähern sie sich an, schwimmen, lachen und flirten. Und ziehen zusammen weiter, in die Roxy-Bar, Tequila-Pop, zum Döner-Laden von Murats Vater in einen anderen, den „benachteiligten“ Teil der Stadt. SPIELEND LEICHT ÜBERWINDEN SIE SOZIALE UND KULTURELLE UNTERSCHIEDE. Sie sind neugierig aufeinander, sie diskutieren. Chimaira mit dem zweigesichtigen Januskopf sei die Gesellschaft, und die zwei Köpfe können nicht zueinander kommen, weil sie nie in dieselbe Richtung schauen. Bis zum Morgengrauen ergeben sich vor allem Leyla und Frank der Poesie dieser Nacht.

Die auch 20 Jahre später noch Sehnsuchtspunkt sein wird. Aus den „Gastarbeiterkindern“ sind inzwischen Menschen mit „Migrationshintergrund“ geworden – und die sozialen Sphären deutlicher getrennt denn je. Die Jugendlichen aus den besseren Vierteln und ohne Migrationshintergrund sind Rechtsanwalt, Lehrerin, Politiker, die anderen sind Kassiererin im Supermarkt und Döner-Verkäufer. Manchmal läuft man sich über den Weg. Das schwarze Wasser ist jetzt der Regen im Rinnstein oder der Fluss, der nach Herkunft trennt. Was ist aus Leyla geworden?

Roland Schimmelpfennig ist einer der wichtigsten deutschsprachigen Dramatiker der Gegenwart. Seine Stücke wurden in über 40 Ländern der Welt gespielt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Else-Lasker-Schüler-Preis und dem Mülheimer Dramatikerpreis.

Aufführungsdauer: 1 Stunde und 20 Minuten, keine Pause

Bilder-Galerie

PRESSESTIMMEN

"Das ist das Tolle am Bamberger Theater und seinem größtenteils neu zusammengestellten Ensemble. Mit jeder Inszenierung entdeckt man Schauspieler." Süddeutsche Zeitung

"Sibylle Broll-Pape (hat) viele talentierte Jungschauspieler ins Theater geholt. Das E.T.A.-Hoffmann-Theater könnte so etwas werden wie die fränkische Variante des Münchner Volkstheaters." Süddeutsche Zeitung

"... Broll-Papes nuancierte Regiearbeit...." Fränkischer Tag

 

 

Regie Sibylle Broll-Pape
Bühne und Kostüme Trixy Royeck
Video Roman Kuskowski
Musik Jan Schöwer
Dramaturgie Remsi Al Khalisi